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Antrag 84/I/2026 Systemgerechte Finanzierung der Hilfen zur Erziehung (HzE) – Konnexität wahren, kommunale Handlungsfähigkeit sichern

1.04.2026

Die sozialdemokratischen Mitglieder im Abgeordnetenhaus von Berlin und im Deutschen Bundestag werden aufgefordert, eine strukturelle Neuordnung der Finanzierung der Hilfen zur Erziehung (HzE) nach SGB VIII zu initiieren. Ziel ist die Wiederherstellung der Konnexität zwischen Aufgabenverantwortung und Finanzierungssicherheit.

 

Konkret fordern wir:

 

Systemwechsel in der Zuweisungssystematik (Landesebene):

Die Aufwendungen für Hilfen zur Erziehung (§§ 27 ff. SGB VIII) sind aus der starren Budgetierung der bezirklichen Globalzuweisung herauszulösen. Da es sich um Pflichtaufgaben nach Weisung handelt, bei denen den Bezirken kein Entschließungsermessen („Ob“), sondern lediglich ein begrenztes Auswahlermessen („Wie“) zusteht, ist das finanzielle Risiko von Fallzahlsteigerungen und Kostensteigerungen (Trägerentgelte) systemwidrig den Bezirken zugeordnet.

 

Wir fordern daher eine Basiskorrektur: Die Finanzierung der HzE muss auf eine bedarfsgerechte Ist-Kosten-Finanzierung (Spitzabrechnung) umgestellt oder durch einen zentralen, dynamischen Risikofonds auf Landesebene abgesichert werden. Die Deckung unabweisbarer Rechtsansprüche darf nicht länger in Konkurrenz zur Finanzierung der freiwilligen Leistungen der Daseinsvorsorge (z. B. Jugendarbeit nach § 11 SGB VIII) stehen.

 

Beteiligung des Bundes an den Kosten der Kinder- und Jugendhilfe (Bundesebene):

Der Bund hat durch stetige Novellierungen des SGB VIII (zuletzt durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz – KJSG) die Qualitätsstandards und Rechtsansprüche in der Jugendhilfe folgerichtig ausgeweitet. Unter Wahrung des Konnexitätsprinzips („Wer bestellt, bezahlt“) ist eine strukturelle finanzielle Beteiligung des Bundes an diesen, durch Bundesgesetz verursachten Kostensteigerungen, gesetzlich zu verankern.

Antrag 83/I/2026 Datamining – KI-Unternehmen gerecht besteuern

1.04.2026

Die sozialdemokratischen Mitglieder in Bundestag und Europaparlament sollen sich dafür einsetzen, die massenhafte Auswertung von Nutzer:innendaten (Datamining) durch Unternehmen wie z. B. Meta, Google, ByteDance u.a. zur Optimierung und Entwicklung von KI-Modellen zu besteuern. Zudem sollen niedrigschwellige Widerspruchslösungen für kreative Inhalte geschaffen werden, um Künstler:innen davor zu schützen, dass ihre Daten zum Training von KI genutzt werden.

 

Dabei soll die Besteuerung entsprechend des regionalen Ursprungs der Nutzer:innendaten erfolgen, also dem Land zugutekommen, aus dem die Daten erhoben wurden.

Antrag 79/I/2026 Einführung der bargeldlosen Zahlungsoption für Dienstleistungsbetriebe

1.04.2026

Die SPD fordert die SPD-Bundestagsfraktion auf, möglichst noch im Jahr 2026 ein Gesetzes zur Einführung der bargeldlosen Zahlungsoption für Dienstleistungsbetriebe in dem Bundestag einzubringen.

Antrag 78/I/2026 Evaluation der Auswirkungen der Senkung der Luftverkehrssteuer auf Flugticketpreise

1.04.2026

Die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion werden aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass die Bundesregierung eine Evaluation der Flugticketpreise sechs Monate nach Inkrafttreten der Senkung der Luftverkehrssteuer vornimmt. Ziel ist die transparente Überprüfung, ob die steuerpolitische Maßnahme zu einer spürbaren Senkung der Ticketpreise für Verbraucherinnen und Verbraucher geführt hat.

Antrag 76/I/2026 Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel auf 0 Prozent

1.04.2026

Die SPD setzt sich auf allen politischen Ebenen dafür ein, die Steuer auf Grundnahrungsmittel auf 0 % zu senken. Dazu gehören u.a.:

  • Brot
  • Obst und Gemüse
  • Mehl, Hülsenfrüchte, Reis, Nudeln.

 

Die Bundesregierung wird aufgefordert, eine entsprechende Änderung des Gesetzes vorzunehmen, um diese steuerliche Entlastung für Verbraucherinnen und Verbraucher zu ermöglichen.