Wir fordern die SPD-Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses, die SPD-Mitglieder des Senats und die SPD-Mitglieder der Bundestagsfraktion dazu auf, sich bei der Kultusminister*innenkonferenz dafür einzusetzen, dass der Berliner Regenbogenkiez rund um den Nollendorfplatz als Weltkulturerbe geschützt und ein entsprechender Vorschlag im Jahr 2025 auf die Tentativliste aufgenommen wird, damit er sobald wie möglich bei der UNESCO eingereicht bzw. nominiert wird.
Die Stadt Berlin muss darüber hinaus alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um den Regenbogenkiez zu schützen und zu erhalten.
Empfehlung der Antragskommission:
Annahme (Konsens)
PDF:
Stellungnahme(n):
Stellungnahme der AH-Fraktion AK 8 2026:
Wir unterstützen das Anliegen, den Regenbogenkiez mit seiner Geschichte, Tradition und Vielfalt zu sichern und zu erhalten. Die Idee, dafür den Kiez als Weltkulturerbe vorzuschlagen, sehen wir grundsätzlich positiv und empfehlen der nächsten Koalition, dies aktiv zu prüfen und sich auf der Bundesebene dafür einzusetzen.
Stellungnahme des Senats 2026:
Die SenASGIVA und die Ansprechperson Queeres Berlin ergriffen mehrere Maßnahmen, um den Regenbogenkiez als Aushängeschild der Regenbogenhauptstadt Berlin zu erhalten.
- Um der queeren Community im historischen Regenbogenkiez einen Ort und eine Zeit der Erinnerung an die queeren Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes zu geben, führte die Ansprechperson Queeres Berlin zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus eine eigene Gedenkveranstaltung an der Gedenktafel „Rosa Winkel“ durch.
Die Förderung der Projekte des am U Nollendorfplatz gelegenen Vereins Maneo wurde ausgebaut.
Stellungnahme der Landesgruppe 2026:
Bisher wurden keine aktiven Schritte unternommen, um den Nollendorfkiez durch die UNE-SCO als Weltkulturerbe eintragen zu lassen. Dennoch sehen wir den Schutz queeren Lebens und den Erhalt queerer Räume als zentral an.
Im Koalitionsvertrag heißt es dazu: „Wir verpflichten uns weiterhin, queeres Leben vor Dis-kriminierung zu schützen. Es muss für alle Menschen, unabhängig von ihrer sexuellen Orien-tierung, selbstverständlich sein, gleichberechtigt, diskriminierungs- und gewaltfrei zu leben. Dazu wollen wir mit entsprechenden Maßnahmen das Bewusstsein schaffen, sensibilisieren und den Zusammenhalt und das Miteinander stärken.“
Weiteres Vorgehen:
Welche neuen Vorschläge dieses Jahr auf die Tentativliste Deutschlands gesetzt werden, bleibt abzuwarten. Zuständig dafür sind die Länderbehörden. Sie legen ihre diesjährige Ent-scheidung über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK), das Auswärtige Amt und das UNESCO-Welterbezentrum in Paris dem UNESCO-Welterbekomitee vor.
Überweisungs-PDF:
