Die SPD-Fraktion im Bundestag wird aufgefordert sich dafür einzusetzen, dass die Bundesregierung und die zuständigen Ministerien – insbesondere der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Cem Özdemir sowie die Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz Ariane Kari – einen stark verbesserten Schutz von Wildtieren iRd Privathaltung entwickeln und umsetzen:
Das umfasst im Wesentlichen:
- Eine verbindliche Positivliste für Haustiere, die regelt, welche Tierarten für den Handel und die Privathaltung geeignet sind
- Ein Handels- und Versandverbot von Wildtieren über Online-Portale und Social Media
- Strenge Auflagen für Tierbörsen: u.a. Ausschließen gewerblicher Händler*innen, Verkaufsverbot für Wildfänge, Begrenzung des Einzugsgebietes und des angebotenen Artenspektrums sowie der Individuenzahl
- Einführung von angemessenen Bußgeldern bei Zuwiderhandlung
- Einführung einer Meldepflicht für gehaltene Tiere, deren Arten nicht auf der Positivliste stehen.
Empfehlung der Antragskommission:
Annahme, ohne BPT, Ü LG im BT, Wahlprogramm (Konsens)
PDF:
Stellungnahme(n):
Stellungnahme der Landesgruppe 2026:
Im Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU haben wir vereinbart, dass wir den Tierschutz stärken werden. Darunter fällt auch der Handel mit Haus- und Heimtieren im öffentlichen Raum (unbeschadet Tierbörsen und -märkten) sowie anonym online.
Zudem setzt sich die SPD im Bundestag für die Einführung einer Positivliste, die Wild- und Heimtiere auflistet, die für den Handel und die Privathaltung geeignet sind, ein.
Eine Positivliste, die Wild- und Heimtiere auflistet, die für den Handel und die Privathaltung geeignet sind, gibt Tierhalterinnen und Tierhaltern Klarheit und Transparenz und dient dem Tier- und Artenschutz. Die Haltung von Tieren sollte auf Arten beschränkt werden, die anhand von wissenschaftlichen Kriterien in einem transparenten Verfahren festgelegt werden soll. Dabei sind Aspekte wie die Möglichkeit der tierschutzkonformen Haltung und tierärztlichen Versorgung, Herkunft, Artenschutz, Invasivitätspotential, Sicherheits- und Zoonosen-Risiko zu berücksichtigen. Zudem sollten HalterInnen und Halter einen niedrigschwelligen Sachkundenachweis erbringen, bevor sie sich ein Heimtier zulegen.
Überweisungs-PDF:
