Antrag 212/I/2024 TaskForce zur Verlängerung von Aufenthaltstiteln im LEA

Status:
Annahme mit Änderungen

Die sozialdemokratischen Mitglieder des Berliner Senats werden aufgefordert umgehend sich dafür einzusetzen, das die Landesregierung Berlin schnellstmöglich eine ad-hoc TaskForce bildet, bestehend aus Vertreter:innen der Innenverwaltung (unter Federführung), der Integrations- sowie der Sozialverwaltung, des Landesamts für Einwanderung (LEA) sowie der Integrationsbeauftragten und ggf. Vertreter:innen der Zivilgesellschaft. Ziel dieser TaskForce ist es, eine kurzfristige Lösung – etwa durch vorübergehenden Abordnungen zum LEA – zu finden, um eine fristgerechte Bearbeitung von Aufenthaltstiteln in Berlin umzusetzen. Zugleich ist zur Gewährleistung der Rechte der Betroffenen umgehend dafür Sorge zu tragen, dass diese nach Antragstellung eine sog. Fiktionsbescheinigung erhalten.

 

Empfehlung der Antragskommission:
Annahme in der Fassung der AK (Konsens)
Fassung der Antragskommission:

geeinte Fassung

 

TaskForce zur Verlängerung von Aufenthaltstiteln im LEA

 

Die sozialdemokratischen Mitglieder des Berliner Senats werden aufgefordert, sich umgehend dafür einzusetzen, dass der Senat unter Federführung der Innenverwaltung (TaskForce unter Einbindung der SenASGIVA, der Integrationsbeauftragten und dem LEA) schnellstmöglich ressortübergreifend kurzfristige Lösungen erarbeitet, um eine Bearbeitung von Aufenthaltsanträgen und Verlängerungen in Berlin wieder zeitnah und kundenfreudlich umzusetzen und Einbürgerungen schnellstmöglich vorzunehmen. Dabei sind die personellen und sachlichen Ressourcen im LEA kurzfristig zu stärken, digitale Anträge bevorzugt zu fördern und dabei die Beratungsstrukturen und -kompetenzen in Berlin einschließlich der Integrationsbeauftragten einzubinden. Die Möglichkeiten einer unbürokratischen Verlängerung von Aufenthaltstiteln und Duldungen soll großzügig ausgeschöpft werden. Soweit eine unmittelbare Bescheidung nicht möglich ist, ist zur Gewährleistung der Rechte der Betroffenen umgehend dafür Sorge zu tragen, dass diese nach Antragstellung eine sog. Fiktionsbescheinigung erhalten.

Beschluss: Annahme in der Fassung der Antragskommission
Text des Beschlusses:

Die sozialdemokratischen Mitglieder des Berliner Senats werden aufgefordert, sich umgehend dafür einzusetzen, dass der Senat unter Federführung der Innenverwaltung (TaskForce unter Einbindung der SenASGIVA, der Integrationsbeauftragten und dem LEA) schnellstmöglich ressortübergreifend kurzfristige Lösungen erarbeitet, um eine Bearbeitung von Aufenthaltsanträgen und Verlängerungen in Berlin wieder zeitnah und kundenfreudlich umzusetzen und Einbürgerungen schnellstmöglich vorzunehmen. Dabei sind die personellen und sachlichen Ressourcen im LEA kurzfristig zu stärken, digitale Anträge bevorzugt zu fördern und dabei die Beratungsstrukturen und -kompetenzen in Berlin einschließlich der Integrationsbeauftragten einzubinden. Die Möglichkeiten einer unbürokratischen Verlängerung von Aufenthaltstiteln und Duldungen soll großzügig ausgeschöpft werden. Soweit eine unmittelbare Bescheidung nicht möglich ist, ist zur Gewährleistung der Rechte der Betroffenen umgehend dafür Sorge zu tragen, dass diese nach Antragstellung eine sog. Fiktionsbescheinigung erhalten.

Beschluss-PDF:
Stellungnahme(n):
Stellungnahme des Senats 2026:
SenInnSport

Stellungnahme des Senat-SenInnSports 2026:
Der Senat hat die Effizienz des LEA durch eine konsequente Digitalisierung der Prozesse und mehr Personal entscheidend gesteigert. Auch wenn die hohe Zahl an Neuanträgen und Altfällen weiter eine Herausforderung darstellt, greifen die getroffenen Maßnahmen: Nachdem das LEA 2024 die Zuständigkeit von den Bezirken übernommen hatte, haben sich die Einbürgerungen bereits im ersten Jahr auf 21.802 Fälle verdoppelt. Im Jahr 2025 konnte dieser Erfolg auf 39.034 Einbürgerungen gesteigert werden, was fast einer Vervierfachung gegenüber dem Niveau von 2023 entspricht. Die kontinuierliche Reduzierung von Verfahrensdauern bleibt für den Senat ein zentrales Anliegen.
Überweisungs-PDF: