Antrag 183/I/2025 Ja zur Intelligenzija

Status:
Annahme

Wir fordern die Mitglieder der SPD Bundestagsfraktion auf, sich bei den zuständigen Ministerien auf, Bundes- sowie Landesebene dafür einzusetzen, dass sofortige Maßnahmen ergriffen werden, damit Forschende aus den USA – unabhängig von der Staatsbürgerschaft – angeworben und ihnen eine mittel- bis langfristige Forschungs- und Bleibeperspektive geschaffen wird.

 

Insbesondere sind hier queere Forschende und ihre Familien bei den Anwerbungsstrategien zu berücksichtigen.

 

Diese Forderungen gelten ebenfalls und nachdrücklich für alle flüchtenden Forschenden und Studierenden, denen nicht im selbem Maße Zugang zum deutschen Wissenschaftssystem geschaffen wird. Wir fordern eine zügige und vollständige Anerkennung von Abschlüssen, bzw. unbürokratische Möglichkeiten, diese entsprechend nachzuholen.

Empfehlung der Antragskommission:
Annahme. Überweisung LG im BT, Streichung Empfänger BPT (Konsens)
Beschluss: Annahme
Text des Beschlusses:

Wir fordern die Mitglieder der SPD Bundestagsfraktion auf, sich bei den zuständigen Ministerien auf, Bundes- sowie Landesebene dafür einzusetzen, dass sofortige Maßnahmen ergriffen werden, damit Forschende aus den USA – unabhängig von der Staatsbürgerschaft – angeworben und ihnen eine mittel- bis langfristige Forschungs- und Bleibeperspektive geschaffen wird.

 

Insbesondere sind hier queere Forschende und ihre Familien bei den Anwerbungsstrategien zu berücksichtigen.

 

Diese Forderungen gelten ebenfalls und nachdrücklich für alle flüchtenden Forschenden und Studierenden, denen nicht im selbem Maße Zugang zum deutschen Wissenschaftssystem geschaffen wird. Wir fordern eine zügige und vollständige Anerkennung von Abschlüssen, bzw. unbürokratische Möglichkeiten, diese entsprechend nachzuholen.

Beschluss-PDF:
Stellungnahme(n):
Stellungnahme der Landesgruppe 2026:
Wir erhalten Deutschland in Zeiten globaler Polarisierung als attraktives Zielland und sicheren Hafen der Wissenschaftsfreiheit für Forschende aus aller Welt. Mit einem „1.000 Köpfe-Programm“ werden wir internationale Talente gewinnen. Förderentscheidungen folgen wissenschaftsgeleiteten Kriterien. (Koalitionsvertrag, Seite 75)

Die großen deutschen Wissenschaftsorganisationen haben eigene Schienen geschaffen, um den „Brain Drain“ aus den USA aufzufangen:

• Max-Planck-Gesellschaft (MPG): Sie hat das „Max Planck Transatlantic Programme“ ins Leben gerufen. Zudem wurden gezielt Gruppenleiter-Stellen für sechs Jahre ausgeschrieben, die sich explizit an Top-Postdocs richten, die in den USA mit Einstellungsstopps konfrontiert sind.

• Alexander von Humboldt-Stiftung: Die Stiftung verzeichnete einen massiven Anstieg der Bewerbungen aus den USA (ca. +32 % im Jahr 2025). Sie nutzt renommierte Instrumente wie die Humboldt-Professur, um internationale Spitzenforscher mit hohen Budgets nach Deutschland zu holen. Zusätzlich bietet die AvH mit der Philipp-Schwartz-Initiative ein Stipendienprogramm für Wissenschaftler:innen an, welche in ihren Heimatländern physisch oder rechtlich verfolgt werden.

• DAAD: Der Deutsche Akademische Austauschdienst hat seine Beratungs- und Stipendienangebote für US-Wissenschaftler ausgebaut. Die Zahl der Anträge aus den USA hat sich dort zeitweise verdoppelt.
Überweisungs-PDF: