Antrag 303/I/2026 Wieder sauber. Wieder Berlin. 10-Punkte-Plan für ein sauberes Berlin

Der diesjährige 1. Mai hat erneut gezeigt, wie stark einzelne Ereignisse das Stadtbild in Berlin belasten können. Nach Demonstrationen und Feiern blieben vielerorts vermüllte Straßen, überquellende Abfallbehälter und beschädigte öffentliche Räume zurück. Für viele Berlinerinnen und Berliner ist das mehr als ein kurzfristiges Ärgernis – es verstärkt den Eindruck, dass Sauberkeit und Ordnung in unserer Stadt nicht ausreichend gewährleistet sind.

Doch der 1. Mai ist kein Einzelfall, sondern macht ein strukturelles Problem sichtbar: Berlin ist in vielen Kiezen dauerhaft zu dreckig. Überfüllte Papierkörbe, illegal abgelagerter Sperrmüll und achtlos weggeworfener Verpackungsmüll prägen zunehmend den Alltag. Das beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild, sondern auch das Sicherheitsgefühl, die Umwelt und das Vertrauen in einen funktionierenden Staat.

Ein sauberes Berlin ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für Lebensqualität, Gerechtigkeit und Respekt gegenüber unserer Stadt. Deshalb braucht es klare Maßnahmen, verlässliche Strukturen und eine Politik, die entschlossen handelt.

 

1. Wieder saubere Straßen nach Großveranstaltungen

 

Großveranstaltungen gehören zu Berlin, dürfen aber nicht zu Lasten der Sauberkeit in den Kiezen gehen. Deshalb sorgen wir dafür, dass Straßen und Plätze nach Demonstrationen, Festen und anderen Events schneller und gründlicher gereinigt werden. Dafür stärken wir die Einsatzplanung der BSR und nehmen Veranstalter stärker in die Verantwortung.

 

2. Wieder saubere Spielplätze für unsere Familien

 

Wir bauen die Reinigung von Spielplätzen deutlich aus. Ab Juni 2026 übernimmt die BSR weitere 80 Anlagen. Damit werden künftig über 200 Spielplätze regelmäßig gereinigt – für mehr Lebensqualität für Familien und eine spürbare Entlastung der Bezirke.

 

3. Wieder mehr Bewusstsein für Müll und Umwelt

 

Sauberkeit beginnt im Kopf. Deshalb verankern wir Müllvermeidung, Recycling und richtige Trennung verbindlich im Schulalltag. Projekttage mit der BSR werden an Grundschulen Standard – praxisnah und für alle Kinder einmal pro Jahr.

 

4. Wieder lebendige Kieze durch Sperrmüll-Kieztage

 

Wir verlängern die Öffnungszeiten der BSR-Recyclinghöfe und Sammelstellen und wollen insbesondere für starke belastete Bezirke auch neue schaffen. Damit die Entsorgung einfacher und illegalen Ablagerungen besser vorgebeugt wird.

 

5. Wieder kurze Wege zur Entsorgung

 

Dezentrale BSR-Sammelstellen sind in vielen Bereichen verschwunden – das ändern wir. Gerade in stark belasteten Bezirken schaffen wir neue, gut erreichbare Abgabestellen, damit Müllentsorgung einfacher und illegalen Ablagerungen vorgebeugt wird.

 

6. Wieder einfache Sperrmüll-Abholung

 

Wir starten ein Modellprojekt: Jeder Haushalt soll zweimal jährlich eine kostenlose Sperrmüll-Abholung buchen können – unkompliziert und digital. Die Finanzierung erfolgt solidarisch über die Gebührenstruktur.

 

7. Wieder klare Konsequenzen für Müllsünder

 

Wir gehen stärker gegen illegale Müllentsorgung vor. Spezialisierte Teams in den Ordnungsämtern – sogenannte „Müll-Sheriffs“ – sorgen für schnellere Aufklärung und konsequente Ahndung. Die Zusammenarbeit mit Polizei und BSR wird intensiviert.

 

8. Wieder eine Stadt, die sauber gesteuert wird

 

Wir modernisieren das Straßenreinigungsgesetz. Die BSR soll künftig mithilfe von digitalen Meldesystemen, Sensoren und Nutzerfeedback flexibler und zielgerichteter reinigen können – besonders in stark belasteten Bereichen.

 

9. Wieder Anerkennung für Engagement

 

Wer sich für ein sauberes Berlin einsetzt, verdient Anerkennung. Müllsammelaktionen werden über die Ehrenamtskarte gewürdigt – mit konkreten Vorteilen wie Gutscheinen für Kultur- und Freizeitangebote.

 

10. Wieder bedarfsgerechte Reinigung statt starrer Routen

 

Die Reinigung orientiert sich bislang oft an festen Strecken statt am tatsächlichen Müllaufkommen. Das führt dazu, dass besonders belastete Kieze nicht ausreichend sauber werden. Wir stellen daher auf eine bedarfsgerechte Steuerung um: Personal und Einsatzzeiten werden stärker am realen Bedarf ausgerichtet – für eine gerechtere Verteilung und sauberere Straßen in ganz Berlin.

 

Unser Ziel: Wieder Berlin

Ein sauberes Berlin ist machbar – wenn wir Verantwortung übernehmen, gemeinsam handeln und klare Prioritäten setzen. Mit diesem 10-Punkte-Plan sorgen wir dafür, dass unsere Stadt wieder lebenswerter, gerechter und sauberer wird.

Empfehlung der Antragskommission:
Annahme in der Fassung der AK (Konsens)
Fassung der Antragskommission:

Wieder sauber. Wieder Berlin.
10-Punkte-Plan für ein sauberes Berlin

 

Berlin ist die Stadt von Großdemonstrationen, Festen und Begegnung – auch am diesjährigen 1. Mai. Darauf sind wir stolz. Doch nach Demonstrationen und Feiern blieben vielerorts vermüllte Straßen, überquellende Abfallbehälter und beschädigte öffentliche Räume zurück. Für viele Berlinerinnen und Berliner ist das mehr als ein kurzfristiges Ärgernis – es verstärkt den Eindruck, dass Sauberkeit und Ordnung in unserer Stadt nicht ausreichend gewährleistet sind.

 

Doch der 1. Mai ist kein Einzelfall, sondern macht ein strukturelles Problem sichtbar: Berlin ist in vielen Kiezen dauerhaft zu dreckig. Überfüllte Papierkörbe, illegal abgelagerter Sperrmüll und achtlos weggeworfener Verpackungsmüll prägen zunehmend den Alltag. Das beeinträchtigt nicht nur das Stadtbild, sondern auch das Sicherheitsgefühl, die Umwelt und das Vertrauen in einen funktionierenden Staat.

 

Ein sauberes Berlin ist kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für Lebensqualität, Gerechtigkeit und Respekt gegenüber unserer Stadt. Deshalb braucht es klare Maßnahmen, verlässliche Strukturen und eine Politik, die entschlossen handelt.

 

1. Wieder saubere Straßen nach Großveranstaltungen
Großveranstaltungen gehören zu Berlin, dürfen aber nicht zu Lasten der Sauberkeit in den Kiezen gehen. Deshalb sorgen wir dafür, dass Straßen und Plätze nach Demonstrationen, Festen und anderen Events schneller und gründlicher gereinigt werden. Dafür stärken wir die Einsatzplanung der BSR und nehmen Veranstalter stärker in die Verantwortung. Insbesondere über verpflichtende Beratung und Umsetzung von abfallarmen Großveranstaltungen und stärkeren Mehrweg- und weiteren Abfallvermeidungskonzepten

 

2. Wieder saubere Spielplätze für unsere Familien
Wir bauen die Reinigung von Spielplätzen deutlich aus. Ab Juni 2026 übernimmt die BSR weitere 80 Anlagen und weitere sind in Vorbereitung. Damit werden künftig über 200 Spielplätze regelmäßig gereinigt und es sollen weitere, insbesondere stark frequentierte und belastete Spielplätze hinzukommen– für mehr Lebensqualität für Familien und eine spürbare Entlastung der Bezirke.

 

3. Wieder mehr Bewusstsein für Müll und Umwelt
Sauberkeit beginnt im Kopf. Deshalb verankern wir Müllvermeidung, Recycling und richtige Trennung verbindlich im Schul- und Kitaalltag. Projekttage mit der BSR werden an Grundschulen Standard – praxisnah und für alle Kinder einmal pro Jahr. Zudem setzen wir das Zero‑Waste‑Konzept um, denn Müllvermeidung hat Vorrang vor Verwertung und Entsorgung.

 

4. Wieder lebendige Kieze durch Sperrmüll-Kieztage
Wir verlängern die Öffnungszeiten der BSR-Recyclinghöfe und Sammelstellen und wollen insbesondere für starke belastete Bezirke auch neue schaffen. Das nachbarschaftliche Angebot der Kieztagen von Bezirken und BSR wollen wir ausweiten. Damit die Entsorgung einfacher und illegalen Ablagerungen besser vorgebeugt wird. Anlaufstellen für re-use können in zentralen Lagen ausgebaut werden.

 

5. Wieder kurze Wege zur Entsorgung
Dezentrale BSR-Sammelstellen sind in vielen Bereichen verschwunden – das ändern wir. Gerade in stark belasteten Bezirken schaffen wir neue, gut erreichbare Abgabestellen, damit Müllentsorgung einfacher und illegalen Ablagerungen vorgebeugt wird.

 

6. Wieder einfache Sperrmüll-Abholung
Wir starten ein Modellprojekt: Jeder Haushalt soll zweimal jährlich eine kostenlose Sperrmüll-Abholung buchen können – unkompliziert und digital. Die Finanzierung erfolgt solidarisch über die Gebührenstruktur.

 

7. Wieder klare Konsequenzen für Müllsünder
Wir gehen stärker gegen illegale Müllentsorgung vor. Spezialisierte Teams in den Ordnungsämtern – sogenannte „Müll-Sheriffs“ – sorgen für schnellere Aufklärung und konsequente Ahndung. Die Zusammenarbeit mit Polizei und BSR wird intensiviert.

 

8. Wieder eine Stadt, die wirklich sauber ist
Wir modernisieren das Straßenreinigungsgesetz. Wir schaffen ein transparentes Leistungsverzeichnis der BSR für alle Reinigungsklassen. Die BSR soll mit digitalen Meldesystemen, Sensoren und Nutzerfeedback flexibler reinigen und sich besser auf den Bedarf ausrichten können. Eine Reinigung nach Bedarf bedeutet keine starren Routen, sondern einen Fokus auf besonders belastete Kieze und Straßen.

 

9. Wieder Anerkennung für Engagement
Wer sich für ein sauberes Berlin einsetzt, verdient Anerkennung. Müllsammelaktionen werden über die Ehrenamtskarte gewürdigt – mit konkreten Vorteilen wie Gutscheinen für Kultur- und Freizeitangebote.

 

10. Wieder Personal zielgerichtet einsetzen
Wir führen eine integrierte Straßenzustandsbegehung ein: Statt verschiedene Kontrolleure durch die Straßen zu schicken, erfasst nur noch eine Stelle digital alle Mängel und kontrolliert ihre Umsetzung – egal ob kaputter Laternen, Haltestellen, Schlaglöcher oder Sperrmüll. So wird Personal frei, um die Störungen wirklich zu beheben.

 

Unser Ziel: Wieder Berlin
Ein sauberes Berlin ist machbar – wenn wir Verantwortung übernehmen, gemeinsam handeln und klare Prioritäten setzen. Mit diesem 10-Punkte-Plan sorgen wir dafür, dass unsere Stadt wieder lebenswerter, gerechter und sauberer wird.